16h Night on Bike 2016

Per Achterbahn zum Almauftrieb 🙂

So ähnlich könnte eine kurze Beschreibung der Night on Bike Strecke aussehen.
Eine wirklich geniale Strecke, die einem ein Achterbahnfeeling beschert!
Lediglich beim Aufstieg zur Almhütte hatte wirkliches Achterbahnfahren einige Vorteile:                Dort wird man hochgezogen! Davon hatte ich aber am Schweineberg leider nichts gemerkt 😉 .

Johannes und ich starteten in der Soloklasse.
Da ich bei dem Rennen ein paar neue Ernährungsstrategien testen wollte, beschlossen wir       nicht zu schnell anzugehen und so lange es geht zusammen zu bleiben und uns gegenseitig          zu unterstützen.

Das funktionierte die ersten 4 Stunden auch super! Wir fuhren ein zügiges aber gleichmäßiges Tempo und lagen ca. 10 Minuten hinter dem Führenden auf den Plätzen 2 und 3.
Die flowige Strecke machte tierisch Spaß! Eine kontinuierliche Auf- und Abfahrt in der ALLES  dabei war! Asphalt, Schotter, Trails, Wurzelpassagen, Durchfahrt durch Almhütte mit kurzem Discofeeling 🙂 .

Eigentlich lief alles perfekt. Ich fühlte mich super, Beine gut, Magen gut, Hape-Bike lief top, Ernährung funktionierte! „Da muss doch ein Haken sein…“, dachte ich mir. War ich gar nicht gewöhnt, dass es keine Probleme gab 😉 .

Kurze Zeit später wurde wohl auch mein Glück daran erinnert und bescherte mir einen schleichenden Platten vorne. Ich kam gerade noch so auf schwimmenden Reifen in die Box, wo mein Vater, der wieder als Betreuer dabei war, schnell das Vorderrad wechselte.

Nach ein paar Minuten ging es zu zweit weiter. (Johannes nutzte die kurze Auszeit als Pinkelpause).

Mittlerweile war es Nacht und dunkel. Die Konsequenz war dass der Stimmungspegel auf der Almhütte rapide anstieg 😉. Super Stimmung da oben am Ende des Schweinebergs!!

Ich bekam aber immer mehr Probleme mit der Müdigkeit. Es war teilweise so extrem, dass ich kurze Aussetzer hatte und Sekundenschlaf.
Zweimal kam ich dadurch fast zu Fall, da ich eine Kurve im Sekundenschlaf übersah.
Ich probierte alles, um dagegen anzukämpfen, aber es wurde immer schlimmer.
Sowas hatte ich bis dato noch nie auf dem Rad gehabt bei einem Rennen. Hatte bei den 24h nie Probleme mit Müdigkeit. Ich sprach mit Johannes und sagte, wenn es noch schlimmer würde, müsse ich kurz anhalten und die Augen einmal für ein paar Minuten Powernap zu machen.

Während eines Asphaltbergs vielen mir wieder die Augen zu. Aber die Straße war ziemlich breit und verlief geradeaus. D.h. ein paar Sekunden fahren mit geschlossenen Augen klappte ohne Probleme! „Alles klar“, dachte ich mir, “ab jetzt probiere ich folgendes:
An jedem „langsamen“ Asphaltstück mache ich die Augen immer wieder für 4-5 Sekunden zu und versuche einen kurzen regelmäßigen Powernap.“
Dies machte ich ca 3-4 Runden. Und es funktionierte! Die Müdigkeit wurde immer weniger! Am Morgen war ich wieder top fit 🙂 .
Quasi 2 Fliegen mit 1 Klappe: Die Müdigkeit war weg und die meisten Berge hatte ich verschlafen! 😉

Mittlerweile hatten wir ca. 15 Minuten Rückstand auf den Führenden und ich beschloss das Tempo anzuziehen. Der Abstand wurde ab da auch regelmäßig kleiner. Leider hatte Johannes ab da ein Tief und fühlte sich nicht gut. (Den Zeitpunkt für sowas kann man sich leider nicht aussuchen…)
Wir sprachen kurz und da es ja noch einige Zeit zu fahren war, beschlossen wir zusammen zu bleiben. Ich übernahm ab da die Führungsarbeit und Johannes versuchte sein Tief zu überwinden.
Wir konnten so die Führung übernehmen und den Vorsprung bis auf 25 Minuten ausbauen.

Das „interne“ Rennen verschoben wir auf die letzte Runde, bei der ich noch ein paar Körner mehr hatte und so den Sieg überglücklich kurz vor Johannes einfahren konnte.

Ich bin super zufrieden mit dem Rennen. Nicht nur wegen des Sieges, sondern auch, weil die neue Ernährung funktioniert hat und ich wieder ein paar Erfahrungen sammeln konnte, mit Tiefpunkten im Rennen umzugehen!

Vielen Dank wieder einmal an meinen Vater Rolf, der mich wieder perfekt betreut hat!

Ein erfolgreiches und schönes Teamwochenende war es wieder, bei dem auch der Spaß wie immer nicht zu kurz kam 🙂 !

Auch Danke an HaPe-Bikes, dass super lief, Northwave, Schwalbe und MET für das Top Material und Hosea von Staps für die genialen Trainingspläne!

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